Der moderne Struwwelpeter -Die Geschichte vom strebsamen Julius

    Die Geschichte vom strebsamen Julius

Und nochmal die Qual der Wahl:

Oder:

    Im abgeranzten Klassenzimmer
    hebt Julius den Zeigefinger.
    Alles weiß der Knilch direkt,
    weswegen er den Finger streckt.
    Wann Nero seine Stadt abbrennt,
    welcher Ritter sich erhängt,
    kennt alle Länder bei den Namen,
    alle Farben von den Fahnen.
    Das wär ja alles schön und cool
    doch Julius auf seinem Stuhl
    regt sich auf und schreit und lacht,
    wenn einer einen Fehler macht.
    Immer hebt er seine Pranken
    weist selbst den Lehrer in die Schranken.
    Klassenausflug in den Zoo
    Lamas kriegen lecker Stroh.
    „Wer will denen etwas geben?“
    fragt der Lehrer grade eben.
    Durchs viele vor dem Spiegel Proben
    hat Julius den Finger oben.
    Alle Kinder gucken traurich,
    selbst der Lehrer denkt: „Den hau ich“.
    Doch Julius war halt der Schnellste
    und streichelt schon die Lamapelze.
    Doch das Lama merkt direkt,
    „Der Junge is nich ganz korrekt!“
    Es spuckt ihm mitten in die Augen,
    fängt an den Fingern an zu saugen.
    Dann beißt es zu, der Bursche kreischt.
    Im Lamamaul da hängt sein Fleisch.
    Doch ach herje, es wird noch schlimmer,
    denn übrig bleibt der Mittelfinger.
    Zeigt der Julius jetzt auf,
    sieht das ganz reichlich komisch aus.
    Alle Lehrer sind beleidigt
    und weil man sich ja auch verteidigt
    tut man Julius entsorgen
    und so ist aus ihm nix geworden.
    Heute liegt er in der Gosse
    mit nem Verband um seine Flosse.
    Zusammenfassend kann man sagen:
    „weiß sich ein Bursche zu betragen
    und gibt nicht mit dem Wissen an,
    so bleiben auch die Finger dran!“
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